Parkettboden mit Stuhl

[Mitch Moondae] © Unsplash.com


Parkettöl entfernen – klebrige Stellen fachmännisch beseitigen


Beim Ölen eines Parkettbodens wurde zu viel Öl aufgetragen: ein Missgeschick, das immer passieren kann, wenn Heimwerker noch keine allzu große Erfahrung mit dem Ölen von Holzböden haben. Das Ergebnis: der Boden glänzt oder klebt auch nach dem Trocknen noch. Wie der Fehler wieder bereinigt werden kann, das beschreibt der Blogartikel.


Der korrekte Umgang mit Öl auf Holzböden: damit Parkettöl nicht wieder entfernt werden muss

Es gibt einige wichtige Grundsätze, auf die beim Ölen von Holzböden zu achten ist, auch um klebrige Flächen zu vermeiden und zu verhindern, dass das Parkettöl wieder entfernt werden muss. Die folgenden fünf Punkte lassen sich auch als häufige Fehlerquellen verstehen:

  • 1) Die richtige Dosierung
    Das Geheimnis eines guten Ölauftrags besteht darin, die richtige Dosierung zu finden. Dabei sollte die Menge des Auftrags ganz knapp ausreichen, um den Boden zu benetzen. Alles andere ist entweder zu wenig für einen gleichmäßigen Auftrag, oder zu viel und bleibt in unschönen, klebrigen Flecken auf dem Boden zurück.

  • 2) Das richtige Werkzeug
    Weiterhin ist auf das Auftragswerkzeug zu achten. Keinesfalls sollte Öl leichtfertig mit einem Lappen aufgetragen werden. Vielmehr müssen die vom Hersteller mitgelieferten oder in der Gebrauchsanleitung beschriebenen Werkzeuge für den Auftrag genutzt werden. Das sind oft lang- oder kurzflorige Rollen, je nach Struktur und Konsistenz des Öles. Auch hier ist es wichtig, genau die richtige Variante zu wählen. Denn zu kurzflorige Rollen nehmen ggf. zu wenig Öl auf und zu lange Rollen hinterlassen möglicherweise Schlieren.

  • 3) Fusselfreie Rollen
    Dringend ist auch darauf zu achten, dass die verwendeten Auftragsrollen fusselfrei bleiben. Denn sobald sich, beispielsweise durch die eigenen Socken, dunkle Fusseln im Öl absetzen, sind die kleinen Partikel langfristig darin gefangen und lassen sich nur schwerlich wieder entfernen, was sich dann in unschönen Stellen im Parkett oder Holzboden zeigt.

Nasser Holzboden

Wichtig: Nicht zu viel Öl auftragen.

  • 3) Fusselfreie Rollen
    Dringend ist auch darauf zu achten, dass die verwendeten Auftragsrollen fusselfrei bleiben. Denn sobald sich, beispielsweise durch die eigenen Socken, dunkle Fusseln im Öl absetzen, sind die kleinen Partikel langfristig darin gefangen und lassen sich nur schwerlich wieder entfernen, was sich dann in unschönen Stellen im Parkett oder Holzboden zeigt.

  • 4) Ein guter Schleifaufbau
    Ein sinnvoller Schleifaufbau dient dazu, ein optimales Einziehen des Öls zu gewährleisten. Das bedeutet, dass keine großen „Sprünge“ zwischen den einzelnen Körnungsstufen gemacht werden sollten. Vielmehr sollte die Körnungszahl kontinuierlich, in gleichmäßigen Schritten, gesteigert werden.

  • 5) Überstände abnehmen
    Überstände, die aus überschüssigem Öl bestehen, müssen immer abgenommen werden, wenn auch sie nicht zu klebrigen Stellen führen sollen. Dies kann mithilfe eines weißen Pads geschehen, das mit einer Einscheibenmaschine eingesetzt wird.


Parkettöl entfernen: was bei zu viel Öl wirklich helfen kann:

Falls doch mal etwas daneben geht, helfen die unten stehenden Tipps für die Behebung dieser Mängel. Je nach Ausprägung des Flecks gibt es verschiedene Arten, wie eine Entfernung des Parkettöls vonstattengehen sollte. Im Folgenden werden verschiedene Fälle erklärt:


Variante 1: Parkettöl entfernen bei kleinen Flächen und Flecken:

Wenn der betroffene Bereich noch nicht sehr lange getrocknet ist, können Heimwerker die Stelle noch einmal mit dem gleichen Öl bearbeiten. Danach sollte es 10 Minuten einziehen, bevor das überschüssige Parkettöl mit einem fusselfreien Tuch wieder abpoliert wird. Durch die Einwirkung des „frischen“ Öls löst sich unter Umständen das bereits angetrocknete Öl wieder und kann abgenommen werden. Idealerweise sollte die Stelle dann noch mit einem weißen Polierpad bearbeitet werden.


Variante 2: Das überschüssige Parkettöl klebt, ist aber nicht sehr klebrig:

Wenn es an der fraglichen Stelle nur ein wenig klebt und das zu entfernende Parkettöl nicht gerade Fäden zieht, können Bodenbesitzer und Heimwerker auch die Zeit arbeiten lassen. In diesem Fall bekommt das Öl die Chance, 14 Tage durchzutrocknen, und wird dann mit einer Pflanzenölseife und einem Microfaser-Tuch oder Wischwiesel bearbeitet. Dies hat einen Reinigungseffekt.



Variante 3: Parkettöl entfernen bei fugenfreiem oder feinporigem Holz:

Eine andere Möglichkeit, das bereits angewendete Öl zu entfernen besteht bei Hölzern mit einer geschlossenen Oberfläche darin, das gleiche verwendete Parkettöl noch einmal nass in nass einzuschleifen. Dies geschieht mit einer Körnung, die etwas höher ist als die im letzten Schleifgang verwendete. Danach sollten 20 Minuten verstreichen, bevor das Öl nochmals mit saugfähigen Lappen oder Tüchern abgenommen wird.


Tipp: Hilft alles nichts, so gibt es auch spezielle Öle und Produkte, die eine bereits getrocknete Ölschicht etwas anlösen. Dazu zählt beispielsweise Orangenschalen-Öl, das auf betroffene Stellen aufgetragen werden kann und nach seiner Einwirkzeit wiederum mithilfe eines grünen Pads auf der Einscheibenmaschine wieder abgenommen werden kann. Hier sollten sich Parkettbesitzer aber immer mit dem Fachhandel austauschen, um herauszufinden, ob das jeweilige Produkt für ihren Fall geeignet ist.

WICHTIG: Lappen und Faserftücher, die mit Öl getränkt wurden, müssen immer in geschlossenen, luftdichten Behältern aufbewahrt werden. Andernfalls besteht Brandgefahr.


Fazit

Klebrige Holzböden sind unschön und sollten in erster Linie unter Beachtung der Tipps fürs Ölen vermieden werden. Falls doch einmal ein Missgeschick passieren sollte, sind die oben stehenden Strategien geeignet, um den Schaden zu begrenzen. Dabei helfen auch die Pads für Einscheibenmaschinen von RETOL.


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