Verlegerichtung

Verlegerichtung von Holzlamellen - ist neben dem Verlegemuster ein wesentlicher Faktor für die optische Wirkung, die ein Parkettboden in einem Raum erzeugt.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass - beispielsweise beim so genannten Schiffsbodenparkett - eine horizontale Verlegung der Holzlamellen einen Raum breiter erscheinen lässt, bei einer vertikalen Verlegerichtung ergibt sich der optische Eindruck einer Raumverlängerung. Mischungen aus horizontaler und vertikaler Ausrichtung sowie diagonale und gedrehte Formen (z. B. bei Fischgrät-Verlegung) wirken dagegen neutral.

Bei der Verlegung in eine bestimmte Richtung kann man der Raumform folgen, d. h. in eher breiten Räumen werden die Lamellen quer verlegt, damit sich der Raum sozusagen im Parkett widerspiegelt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die streckende Wirkung des Parketts dazu zu nutzen, den Raum gleichmäßiger wirken zu lassen, indem die Verlegerichtung dazu verwendet wird, die kürzeren Seiten eines Raumes gewissermaßen zu strecken.

Zudem empfiehlt es sich normalerweise, die Verlegerichtung dem Lichteinfall anzupassen, da rechtwinklig zum Licht verlegte Lamellen leichte Schatten werfen, wohingegen bei parallel zum Lichteinfall verlaufender Verlegerichtung das Licht gewissermaßen „in den Raum getragen“ wird.



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